Herzlich willkommen !

In der Mitte des vorigen Jahrhunderts war die Gesellschaft Italiens, wie in vielen Staaten Europas, von großen Umbrüchen gezeichnet: eine schnelle Industrialisierung ließ die verarmte Landbevölkerung in die umliegenden Städte strömen, wo sie ihre Arbeitskraft billig verkaufen mußten. Besonders das Los der Jugendlichen war hart, Kinderarbeit an der Tagesordnung. In Turin versuchte der Priester Johannes Bosco durch sein Leben und Wirken eine Antwort auf die drängenden Fragen der Zeit zu geben. Er sammelte entwurzelte junge Menschen und bemühte sich um ihre schulische, berufliche und religiöse Bildung. Trotz mancher Schwierigkeiten mit staatlicher und kirchlicher Obrigkeit ging Don Bosco seinen Weg und gewann eine große Zahl von Mitarbeitern. Die Geschichte dieses Mannes ist bemerkenswert, denn er wußte bereits in seiner Kindheit, was er später einmal werden würde, daß er von Gott zu einer wichtigen, sozialen Aufgabe bestimmt war. Don Bosco hatte in jungen Jahren einen besonderen Traum, in welchem ihm ein Mann sagte : Nicht mit Schlägen, sondern mit Sanftmut und Liebe wirst du sie zu Freunden gewinnen!. Dieser Satz hatte sein Leben verändert, doch es war ihm ganz klar, daß er dann auch Schulbildung brauchte, um zu erreichen, was Gott von ihm wollte. Bücher wurden zu seiner Leidenschaft. Am 25. Oktober 1835 erhielt der junge Kleriker Giovanni Bosco in seiner Taufkirche das priesterliche Gewand: den Talar; Ende Oktober zog er im Priester-Seminar ein.